Wo kriege ich ständig neue Ideen für Blogeinträge her? (Gastbeitrag)

Wo kriege ich ständig neue Ideen für Blogeinträge her? (Gastbeitrag)

Wie oft haben Sie in letzter Zeit den Satz „Bringe regelmäßig neuen Content!“ gehört? Das klingt immer so einfach, weil sich das Wort Content so schön aussprechen lässt. Doch woher soll man diesen „neuen Content“ immer nehmen? 

Ganz einfach, Sie stehlen die Ideen dafür! Nicht, indem Sie einfach irgendwelche Blogeinträge Ihrer Mitbewerber kopieren, sondern, indem Sie sich aktiv inspirieren lassen. Was ist denn das Internet schon außer einer riesigen Ansammlung von Ideen? Sie müssen Sie sich nur zu eigen machen. Diese 10 Tipps helfen Ihnen dabei:

1. Social Media zur Ideenfindung nutzen

Hier findet tagtäglich ein reger Austausch von Ideen und Neuigkeiten statt. Die Nutzer posten, liken und sharen. So können Sie zunächst herausfinden, was gerade angesagt ist. Andererseits gibt es noch einen viel konkreteren Nutzen. Auf Pinterest zum Beispiel werden Infografiken und How-to-Bildanleitungen immer beliebter. Ihr Vorteil: Meist gibt es keinen Text dazu. Also schreiben Sie diesen Text und packen ihn auf Ihre Seite. Dann erstellen Sie eine tolle Infografik und teilen diese auf den eigenen Kanälen.

2. Foren durchstöbern

Wohin wendet man sich, wenn man eine Frage zu einem Produkt hat? Richtig, ans Internet! Spezialforen sind eine wahre Goldgrube für Nutzerfragen aus Ihrer Branche. Durchforsten Sie die Threads und suchen Sie nach Fragen, die Sie dann in Google abfragen und sich die Ergebnisse ansehen. Oftmals haben Sie mit solchen Fragen sogar sehr gute Chancen, schnell weit oben in den Rankings aufzutauchen. Ziehen Sie auch allgemeine Ratgeberforen in Ihre Recherche mit ein. Hier werden von den Nutzern selbst Tipps eingestellt, die sich wiederum toll in einen Beitrag umwandeln lassen, sofern sie gut sind. Zum Beispiel wie man verschieden Flecken aus einem Shirt bekommt. Sie suchen also 10 Tipps zusammen und erstellen eine Liste mit den 10 besten Tipps, um Flecken aus einem Shirt zu bekommen.

3. Schöpfen Sie aus dem Kosmos Ihres Themas

Wenn Sie einen Online-Shop betreiben und Klamotten verkaufen, gibt es so viele themenverwandte Gebiete, die Sie abdecken können: Motten im Kleiderschrank, Flecken aus der Wäsche entfernen, Gerüche neutralisieren etc. Oder sagen wir, Sie schreiben einen Blog über Online-Marketing. Dann wird Ihre Leserschaft sicherlich auch ein Beitrag zur Existenzgründung, den verschiedenen Rechtsformen von Unternehmen und ähnlichem interessieren, weil viele sich damit selbstständig machen wollen oder zumindest davon träumen.

4. Lassen Sie sich von fremdsprachigen Webseiten inspirieren

Mit Sicherheit gibt es auch zu Ihrem Thema eine fremdsprachige Webseite, die bereits in Amerika, England oder anderen Ländern etabliert ist. Sehen Sie sich an, was für Inhalte die Seite postet und übersetzen Sie einmal die Überschriften beliebter Artikel ins Deutsche. Wenn Sie diese dann bei Google eingeben und nichts Passendes finden, haben Sie eine super Idee für neuen Content.

5. Nutzen Sie den Google-Keywordplanner

Der Keywordplanner kann nämlich eines sehr gut: Wörter ausspucken. Und wenn Sie es richtig angehen, sind diese Wörter nicht nur relevant für Ihre Seite, sondern haben auch das Potenzial in umfangreicher Content-Form Besucher auf diese zu locken. Ich empfehle Ihnen, zunächst ein Brainstorming durchzuführen, um über den Rand Ihres Hauptkeywords hinauszudenken. Nehmen wir das Wort Möbel: Möbel, Schränke, Holz, Kratzer im Holz, Kratzer im Holz entfernen. Nun geben Sie im Keywordplanner letztere Suchanfrage ein. Sollten Sie keine aktive AdWords-Kampagne laufen haben, werden Ihnen nur Schätzwerte angezeigt. Nichtsdestotrotz können Sie so das Interesse an einem bestimmten Keyword abschätzen.

 

 

Die Suchanfragen liegen mit durchschnittlich 20 pro Monat weit unter dem, was Sie interessieren sollte. Aber: wenn Sie nun in die Keywordvorschläge darunter schauen, die der Planner Ihnen anzeigt, sehen Sie, dass zum Beispiel „Kratzer im Parkett“ mit durchschnittlich 590 Suchanfragen im Monat schon deutlich interessanter für einen Beitrag wäre.

 

 

Gehen Sie nun einmal alle Suchbegriffe durch und geben diese so bei Google ein. Diejenigen, die am wenigsten umkämpft sind, weil zum Beispiel nur Forenbeiträge oder schlecht geschriebene Artikel mit 100 Wörtern auftauchen, sollten Sie in Ihre Content-Strategie aufnehmen.

6. Durchforsten Sie Quora

Quora ist ein riesiges Frageportal, in dem die Nutzer ihre Neugierde zu allen Themen von Astrophysik bis Zoologie stillen können. Sie können Ihr Keyword eingeben oder einfach nur verwandten Themen folgen, um sich inspirieren zu lassen. Einige der Fragen lassen sich mit wenig Arbeit in einen Ratgebertext oder eine Best-of-Liste verwandeln.

7. Schreiben Sie über Ihren Arbeitsalltag

Wann hat man als Erwachsener schon noch die Chance, mal in andere Berufsfelder zu schnuppern? Schreiben Sie über Ihr Leben als Online-Marketing-Manager, Texter, Blogger oder was auch immer Sie tun. Lassen Sie die Leser und Kunden hinter die Kulissen blicken, geben Sie ihnen ein Gesicht zu den Texten. Das sind gute Lückenfüller, sofern Ihr Redaktionsplan gerade vor Leere gähnt. Sie können auch Kollegen interviewen oder das Gespräch mit Experten aus Ihrer Branche suchen.

8. Starten Sie Blogserien

Wenn Sie ein besonders großes Themenfeld behandeln möchten, das nicht in einem Beitrag unterzubringen ist, dann starten Sie einfach eine Serie und dehnen die Thematik über mehrere Beiträge aus. So haben Sie nicht nur über längere Zeit hinweg einen Fahrplan für Ihre Content-Strategie, sondern erhöhen auch die Chance auf wiederkehrende Besucher.

9. Durchsuchen Sie Ihre eigene Seite nach Inhalten

Manchmal hilft es einfach die eigene Seite zu durchstöbern, um auf neue Ideen zu kommen. Insbesondere wenn Sie einen Online-Shop betreiben, lässt sich wahrscheinlich die ein oder andere Perle im Sortiment finden, über die man einen super Beitrag verfassen kann. Vielleicht nur, weil das Produkt an sich zu erklärungsbedürftig ist.

10. Erstellen Sie ein Nachschlagewerk

Das kann eine Rubrik in Ihrem Blog sein, aber auch ein Glossar, Lexikon, Wörterbuch oder eine andere Begriffssammlung, die schwer verständliche Wörter aus Ihrer Branche erklärt. Das ist super praktisch, um aus den eigenen Beiträgen auf diese Sammlung zu verlinken und zudem eine hervorragende Möglichkeit, um die ein oder andere Suchanfrage auf Ihrer Seite zu beantworten.

Fazit:

Der Content wird Ihnen nicht ausgehen, Sie müssen nur aktiv nach Ideen suchen. Oder wie oben erwähnt: sich aktiv inspirieren lassen. Denn Ideen gibt es wie Sand am Meer im Internet. Aber Achtung: Eine Idee ist nicht gleich ein guter Beitrag. Erschaffen Sie nicht irgendein 2.000-Wörter-SEO-Text-Monster, das sich noch zäher liest als die Berichterstattung des 15-jährigen Dorfreporters über das Fußballspiel am Sonntag. Bringen Sie etwas Humor ein, strukturieren Sie den Text ordentlich und nutzen Sie keine abgedroschenen Phrasen. So, und jetzt viel Spaß bei der Umsetzung!

Über den Autor

Lukas Böhl ist Online-Marketing-Manager und Texter bei More2Home, einem Versandhandel für Möbel und Wohnaccessoires.



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