Schreibtipps und -tricks

Ob Texter-Neuling oder erfahrener freiberuflicher Autor; Sie wissen vermutlich genau, dass das Schreiben von suchmaschinenoptimierten Texten die eine oder andere Falle bereithält, die das Texterleben schwer macht. Aufgrund der Vielzahl an Anforderungen an Ihre Texte ist kreatives Schreiben im SEO-Bereich deutlich komplizierter als in anderen Bereichen. Mit den richtigen Schreibtipps und kleinen Tricks schaffen Sie es trotzdem, lesenswerte und interessante Texte mit Mehrwert zu schreiben, die Kunden und Leser gleichermaßen begeistern!

Die Vorbereitung Ihres Textes

Den ersten Tipp sollten Sie bereits beherzigen, bevor Sie mit dem eigentlichen Schreiben loslegen: Ist das Thema nicht schon konkret vom Auftraggeber vorgegeben, führen Sie eine kleine Themenrecherche durch, um für den Leser relevante und interessante Fakten zu finden. Dabei sollten Sie Fachliteratur, Fan-Blogs oder Foren durchstöbern und auch ein Auge auf aktuelle Trends haben. Relevante Aspekte für Ihren Text können Sie unter Umständen auch auf Facebook, Twitter und Co. finden. Auch die Kommentare unter Artikeln renommierter Nachrichtenportale zeigen auf, für was sich Ihr Leser derzeit wirklich interessiert.

Doch wer sind diese Leser überhaupt? Tatsächlich sollten Sie sich Gedanken um Ihre Zielgruppe machen. Fachpublikum oder Laien, Geschäftspartner oder potenzielle Kunden? Der Blick auf Ihre Leser hilft Ihnen als Autor, das passende Vokabular und die angemessene Tonalität für den zu erstellenden Text zu wählen..

Stehen Thema und Zielgruppe fest, empfiehlt es sich gerade bei längeren Texten, unbedingt im Vorhinein schon eine Gliederung, eine grobe Struktur oder einen thematischen Roten Faden festzulegen. Das hilft nicht nur Ihnen dabei, später einen in sich geschlossenen, inhaltlich kohärenten Text zu schreiben, sondern auch dem Leser, den Inhalt des Textes besser aufzunehmen und zu verstehen. Tipp: Handelt es sich um besonders lange Texte, können Sie Ihrem Kunden oder Auftraggeber auch zunächst die Gliederung zuschicken und sich diese abnehmen lassen. So erhält der Kunde schon vorab einen kurzen Einblick und sieht, in welche Richtung sich der Text bewegt. Sie haben derweil die Gewissheit, dass Sie den Text nicht komplett neu schreiben müssen, wenn der Kunde sein Feedback schickt.

Diese Schreibtipps sollten Sie während des Schreibens beachten

Die Überschrift: Eine richtig gute Überschrift zu formulieren ist lange nicht so einfach, wie gemeinhin angenommen wird. Überschriften und Zwischenüberschriften sollen den Text in Sinnabschnitte gliedern, den Lesefluss leiten, eine kurze Zusammenfassung des folgenden Inhalts liefern und am liebsten noch zum Weiterlesen animieren. Aktuell sind Listen sehr beliebt: „Die 5 größten Texter-Irrtümer“ oder „Die 7 goldenen Regeln für jeden Lektoren“ sind durchaus interessant als Überschrift, jedoch sollten Sie dieses Muster nicht durchgehend anwenden. Imperative Call-to-Action („Entdecken Sie jetzt neue Content-Formate für Ihren Blog“) oder provokante Fragen („Lohnt sich SEO überhaupt noch?“) bieten hier eine gute Abwechslung und machen den Leser neugierig.

Was auch immer wieder funktioniert, gerade wenn ein Keyword in eine Überschrift integriert werden soll: Stellen Sie das Keyword einfach als Halbsatz an den Beginn der Überschrift und trennen Sie es durch einen Doppelpunkt oder Halbsatz von der folgenden Frage oder dem Satz (bspw.: „Suchmaschinenoptimierung bei Blogartikeln: So erhalten Sie schnell mehr Traffic!“). Auch die Verwendung von „Power-Words“ wie „jetzt, sofort, spannend, clever, besonders …“ lässt Menschen schneller auf Überschriften klicken.

Nach der Auswahl einer passenden Headline geht es anschließend um die Tonalität Ihres Textes. Diese sollte durchgehend gleich sein; kombinieren Sie fachliche oder hochsprachliche Ausdrücke nur in Ausnahmefällen mit Umgangssprache. Unsaubere Satzkonstruktionen oder eine unpassende Wortwahl sind Patzer, die dem Leser sofort negativ auffallen. Auch hier ist das Briefing hilfreich: Meist ist dort schon vorgegeben, ob Sie die Texte locker, animierend, informierend, sachlich oder doch eher blumig schreiben sollen.

Versuchen Sie außerdem, Verlinkungen in Ihre Texte einzubauen: Einerseits ist das aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung von Vorteil, gleichzeitig bieten Sie so dem Besucher die Möglichkeit, weitere interessante Beiträge zum Thema zu lesen. Wichtig: Verlinken Sie nur auf konkrete Seiten/Dokumente und nicht auf Suchergebnisse! Das gilt für Suchmaschinen genauso wie für Online Shops.

Auch beim Verfassen von SEO-Texten sollten Sie daran denken: Sie schreiben für Menschen, nicht für Maschinen! Natürlich gehören in einen guten SEO-Text die richtigen Keywords, doch wenn ein Text nicht gelesen wird, merken sich Suchmaschinen auch das – und das bringt dem Kunden herzlich wenig. Deshalb gilt: Die Lesbarkeit geht immer vor!

Nach dem Schreiben ist vor dem Lesen

Gerne lehnt man sich nach dem letzten Punkt des Textes seufzend zurück und denkt: „Geschafft!“. Doch eine nicht zu unterschätzende Hürde steht noch bevor: die Endkontrolle Ihres Textes! Dazu gehört zunächst ein gründliches Lektorat. Auch als Autor sollten Sie Ihren Text selbst einmal gegenlesen, bevor Sie sie absenden! Das erspart dem Lektor nicht nur jede Menge Flüchtigkeitsfehler, sondern gibt Ihnen nochmals die Möglichkeit, sich gründlich mit dem Text auseinanderzusetzen. Kleiner Tipp: Lesen Sie den Text mehrmals unter verschiedenen Gesichtspunkten wie z. B.:

  • Rechtschreibung,
  • Zeichensetzung,
  • Tonalität,
  • Wortwiederholungen und
  • Briefingkonformität.

Die ein oder andere Unstimmigkeit fällt Ihnen bestimmt ins Auge – allein dann schon hat sich Ihr erstes Lektorat gelohnt. Hilfreich kann es auch sein, den Text erst einmal liegen zu lassen (vielleicht für einen Tag) und dann den fertigen Artikel erneut durchzulesen. Vielleicht haben Sie ja noch ein paar neue Ideen oder Formulierungen im Kopf?

Lernen Sie auch, Ihre Texte mit einer gewissen kritischen Distanz zu lesen und die Sicht des Kunden mit einzubeziehen: Gefällt nur mir diese Formulierung? Wie wird der Kunde wohl darüber denken?

Gute Geschichten schreiben sich selten von allein: Nicht umsonst wird das Schreiben auch als ein Handwerk bezeichnet, das erlernt und geübt werden muss. Das fängt bei der Überschrift an und endet bei der perfekten Tonalität. Kundenwünsche, Leserbedürfnisse und den eigenen Textanspruch unter einen Hut zu bekommen, ist nicht immer ganz einfach – doch die passenden Schreibtipps erleichtern die Texterstellung auf jeden Fall!