Der SEO-Check: Das ist wirklich wichtig! (Gastbeitrag)

Der SEO-Check: Das ist wirklich wichtig! (Gastbeitrag)

In meiner täglichen Arbeit als SEO-Berater erhalte ich immer wieder ähnliche Fragen zum Thema Suchmaschinenoptimierung. Häufig hat sich mein Gegenüber schon im Internet ein Grundwissen angelesen. Das kann mir im Idealfall meine Arbeit für einen SEO-Check erleichtern. Wichtig ist auf jeden Fall das Grundvertrauen in den SEO-Berater und dessen Kompetenz. Während eines umfassenden SEO-Checks arbeitet die Geschäftsführung beziehungsweise die Marketingleitung sehr eng mit dem Suchmaschinenoptimierer zusammen.

Was gehört alles in einen SEO-Check?

Zu einem umfassenden SEO-Check gehört immer auch eine Betrachtung sämtlicher Onpage-Faktoren. Mittlerweile gibt es sehr viele SEO-Tools, die hier ein gehöriges Stück Arbeit übernehmen. Als Laie besteht jedoch die Gefahr, dass man sich sklavisch an die Vorgaben des SEO-Tools hält. Gewöhnlich erhalten Sie vom SEO-Tool einen Onpage-Report in Form einer Liste oder Tabelle mit Grafiken, die es genau zu interpretieren gilt. Auch die vorgeschlagenen Maßnahmen müssen meist priorisiert werden. Hier kommt wieder Ihr SEO-Berater ins Spiel. Er hilft Ihnen dabei, das Chaos im Optimierungsdschungel zu durchblicken.

Der Onpage-SEO-Report sollte klar Fehler benennen und diese am besten auf URL-Basis ausgeben. Zudem sollten auch Tipps und Hinweise zur Verbesserung geben werden.

Ich unterscheide in meinem Onpage-SEO-Report die Bereiche

  • Server (Ladezeiten)
  • Meta-Daten (Meta Title & Description)
  • Inhalte (Texte, Bilder, Videos)
  • Sitestruktur (Seiten und Navigationsaufbau der Website)
  • Interne Dokumente (alle URLS+ Dokument-Typen, z.B. HTML, PDF, JavaScript, XML, CSS, Bild)
  • Externe Verlinkungen (Welche Links führen von der Website weg?)

Anhand dieses Onpage-SEO-Reports kann der Webmaster, Webprogrammierer oder SEO alle Onpage-Fehler beseitigen. Meine Erfahrung zeigt, dass der größte Handlungsbedarf entweder bei den Meta-Daten oder im Bereich der Inhalte liegt.

Wichtig: Meta-Infos nicht vergessen!

Man mag es kaum glauben, wie viele Shopbetreiber vergessen, ordentliche Meta-Angaben in ihrem Shop zu hinterlegen. Das mag auch zum Teil daran liegen, dass die Eintragungsfelder in manchen Shopsystemen nicht intuitiv bedienbar beziehungsweise zu entdecken sind. Mancher Shopbetreiber versteht aber auch einfach den Wert der Meta-Angaben nicht. Oder er kapituliert vor der großen Menge an Nachbearbeitungen. Stellen Sie sich vor, Sie haben ein Shop mit 1000 Produkten. Nun kommt ein SEO-Berater und teilt Ihnen mit, Sie brauchen für jedes Produkt einen individuellen Titel mit einer „Call-to-Action“ und einer individuellen Beschreibung, die am besten nach dem „AIDA“-Model funktioniert. AIDA steht hier für die englischen Begriffe: Attention, Interest, Desire und Action. Die ideale Produktbeschreibung soll also Aufmerksamkeit erzeugen, Interesse wecken und den Wunsch bei dem Empfänger auslösen, eine bestimmte Handlung durchzuführen. Als erfahrener SEO-Berater zeige ich dann meinen Kunden hier Wege auf, wie man diese Aufgabe möglichst effizient im Unternehmen umsetzt. Bei Bedarf kümmere ich mich selbst um die Erstellung dieser Inhalte.

Zielgruppen wortgenau ansprechen

Auf inhaltlicher Ebene werden häufig Ausdrücke verwendet, die die Zielgruppe nicht kennt oder nutzt. Hochspezialisierte Unternehmen neigen zu einem Fachjargon und kommunizieren an ihren Kunden vorbei. Das merke ich immer dann recht schnell, wenn ich einen Text zu einem bestimmten Keyword optimieren soll und diesen dann mit den Top 10 Resultaten in Google vergleiche.

Im Rahmen meiner Textoptimierung habe ich positive Erfahrungen mit der Optimierung nach der WDF*IDF Formel gemacht. Hierbei richte ich allerdings meine Texte nicht konsequent nach einer Kurve aus, sondern prüfe, welche Begriffe zu einer Thematik von Google als relevant eingeschätzt werden und lasse mich dann dementsprechend für meinen Text inspirieren.

SEO-Content muss sich rechnen

Ganz klar: Guter Content braucht Zeit. Manchmal können bestimmte SEO-Fehler durch das Deindexieren von unwichtigen Seiten relativ schnell gelöst werden, aber Ihre Inhalte wollen regelmäßig gepflegt werden. Ihre Texte sind quasi Ihre Visitenkarte und virtueller Verkäufer zugleich, daher empfiehlt es sich, hier nicht zu sparen. Dennoch muss das Ganze natürlich wirtschaftlich bleiben, gar keine Frage.

Als Anekdote fällt mir eine Kunde ein, der eine spezielle Dienstleistung mit einem Stundensatz von 200 € anbot. Das Keyword, auf das die Seite optimiert werden sollte, ist relativ stark umkämpft und der Nutzer und Google erwarten hier umfangreichen Content, der neben dem Text auch viele Bilder beinhalten sollte. Als ich dem Kunden einen niedrigen dreistelligen Betrag für die Contenterstellung und Optimierung genannt hatte, empfand er dieses als viel zu teuer und wollte mein Angebot nicht annehmen. Dabei wäre der ROI sehr schnell erreicht gewesen.

Auch wenn der Preis zunächst sehr hoch scheint, sollten Sie sich immer wieder ins Gedächtnis rufen, was Content doch eigentlich leisten soll. Häufig rentiert er sich schneller, als Sie denken!

Den Wettbewerb um die Gunst der Nutzer gewinnen

Google möchte seinen Nutzern immer das beste Suchergebnis auf Platz 1 anbieten. Verinnerlichen Sie diesen einen Grundsatz und hinterfragen sie Ihr Angebot immer kritisch unter dieser Prämisse!

Zu einem umfassenden SEO-Check gehört also immer auch der Blick über den eigenen Tellerrand. Die wichtigsten Wettbewerber sollten in der OffPage-SEO-Analyse ermittelt werden und der SEO-Check erörtert dann genau, was der Nutzervorteil bei den Wettbewerbern ist. Anhand dieser Analyse sollte dann das eigene Angebot angepasst beziehungsweise verbessert werden.

Im OffPage-SEO-Check schauen wir uns Folgendes genauer an

  • Linkpopularität (Anzahl der Links, die eine Seite erhält)
  • Domainpopularität (Anzahl der unterschiedlichen Domains, die auf die eigene Seite verlinken)
  • Linktexte (Mit welchen Text wird auf die eigene Seite verweisen)
  • Linkziele (Auf welche Seite genau wird verlinkt, Startseite oder Unterseite)
  • Die Qualität der linkgebenden Websites (Kommen die Links von vielen Spamseiten oder vertrauenswürdigen Autoritäten einer Branche)
  • Social Media Aktivitäten (Wird die Zielgruppe auf Facebook und Co. über Neuigkeiten informiert und abgeholt?)

Eine umfangreiche Tabelle mit allen relevanten Informationen sollte hier als Resultat geliefert werden. Die linkgebenden Seiten können als Inspiration dienen. Wo könnte man selber bezüglich einer Verlinkung anfragen? Zumindest aber liefert sie einige Ideen, wie eine eventuelle Kooperation aussehen könnte. Wichtig: Das Linkprofil sollte auf keinen Fall 1:1 nachgebaut werden. Zu groß ist die Gefahr, dass man auch schlechte Links mit aufbaut.

Über den Autor

Sammy Zimmermanns ist der Gründer von Zimmermanns Internet & PR-Beratung. Er ist SEO-Texter, SEO-Berater und Buchautor. Dabei greift er auf einen Erfahrungsschatz von über 14 Jahren zurück und gibt hier eigene Erfahrungen mit SEO-Projekten an seine Kunden weiter.

Sammy Zimmermanns


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