Contentreduktion = Bessere Rankings?

Contentreduktion = Bessere Rankings?

„Content is King, Content Management is Queen“ - dieses Zitat von Marco Lauerwald, Head of SEO bei Urlaubsguru, zeigt deutlich, dass die besten Webinhalte ohne entsprechende Optimierungsmaßnahmen nichts wert sind. Gerade große Internetpräsenzen mit tausenden indexierten Seiten ranken nicht immer optimal.

Die Gründe dafür sind veraltete Inhalte, falsche Priorisierung bei den Keywords, 404-Fehler oder andere technische Unzulänglichkeiten. Um solche Webseiten-Monster bestmöglich im Google-Ranking zu positionieren ist ein umfassender „Hausputz“ angesagt.  Die Zauberwörter heißen Reduktion und Skalierbarkeit.

404-Error killt Ansehen von Firmen

Gerade Reiseanbieter füllen ihre Webseiten täglich mit neuem Content. Doch auch größere Onlineshops platzieren in kurzen Abständen immer neue Schnäppchenangebote oder Special Deals. Das Problem – die Offerten haben eine extrem kurze Halbwertszeit. Sind die Seiten erst einmal bei Google indexiert, ist in solchen Fällen ein gutes Ranking nicht immer von Vorteil. Stoßen nämlich kauffreudige Kunden auf diese Angebote, ist die Enttäuschung über bereits abgelaufene Rabattaktionen zumeist groß. Im schlimmsten Fall werfen die Website-Oldies ein schlechtes Licht auf das Unternehmen. Gleiches gilt für tote oder defekte Verlinkungen – der berühmt-berüchtigte 404-Fehler trägt nicht gerade zur Reputation von Unternehmen bei.

SEO, SEO jeden Tag!

Aus diesem Grund sollten umfangreiche Webprojekte kontinuierlich gepflegt und SE-optimiert werden.  Den Anfang macht eine klassische Bestandsaufnahme des Projekts, bei der folgende Fragen unbedingt geklärt werden sollten?

  1. Sind meine Webseiten-Inhalte holistisch und aktuell?
  2. Präsentiere ich genau das, was Kunden von mir erwarten?
  3. Ranken die Seiten – welche Punkt 1 und 2 erfüllen – zu meiner Zufriedenheit?
  4. Wenn nicht – wie kann ich das ändern (Content-Optimierung, Keyword-Fokus etc.)

Anschließend beginnt das große Reinemachen! Adieu, Duplicate Content – Good-bye 404-Error – Auf Nimmerwiedersehen, veraltetes Angebot! Wer seine Webseite immer auf dem aktuellen Stand hält, hilft Google nämlich dabei, die Seite schnell und regelmäßig zu indexieren. Die Idee ist so simpel wie einfach – eine schlanke Internetpräsenz wird vom Suchmaschinenriesen sehr häufig komplett gecrawlt, aufgeblasene Webprojekte nicht. Der Vorteil liegt auf der Hand: Wenn Google die Seite in regelmäßigen Abständen indexiert, lassen sich Änderungen sehr schnell auf die vorderen Ranking-Plätze hieven. Das bietet Kunden einen echten Mehrwert durch inhaltliche Aktualität – Unternehmen profitieren von optimierter Visibility und erzielen dadurch eine verbesserte Conversion Rate.

Für die oben beschriebenen Maßnahmen hält das World Wide Web eine Fülle von praktischen Helferlein bereit. Kostenlose Tools, wie etwa

helfen dabei, die Seitenanzahl einer Webpräsenz zielgerichtet zu reduzieren und bestehende Seiten einem umfassenden inhaltlichen Check zu unterziehen. Kostenpflichtige Angebote, wie etwa die Searchmetrics Suite, Ryte (ehemals Onpage.org), Linkbird oder Seolyze vereinen oftmals powervolle Tools unter einer Haube und eignen sich bestens, um auch umfangreiche und komplexe SEO-Maßnahmen zielgerichtet umzusetzen.

Mit der Content-Optimierung und Reduktion von Webseiteninhalten ist es aber noch lange nicht getan, denn Google berücksichtigt auch die technischen Aspekte einer Website. Nur mit fehlerfreien Seiten sind absolute Top-Ergebnisse im Google-Ranking möglich!

Die Tücken der Technik: OnPage-Optimierung durch Quellcode-Anpassungen

Um potenzielle Käufer auf eine Website zu locken, sind auch ein paar technische Überlegungen notwendig. Lange Ladezeiten sorgen z.B. dafür, dass Surfer eine Seite links liegen lassen – laut Studien sind bereits drei Sekunden Seitenaufbauzeit ein absoluter Conversion-Killer. Niedrige Wartezeiten schlankerer Webprojekte verringern hingegen die Bounce Rate um ein Vielfaches. Doch was gilt es zu tun, um eine Internetpräsenz technisch einwandfrei zu gestalten? Hier ein paar Ratschläge dazu:

  1. Dateigröße des HTML-Codes verringern
    CMS-Systeme wie WordPress, Typo3 und Joomla oder WYSIWYG-Editoren wie Dreamweaver aus der Adobe Creative Suite produzieren teilweise unnötigen HTML-Code, der das Volumen einer Site unnötig aufbläst. Diesen gilt es zu verringern – im besten Fall W3C-konform. Auf https://validator.w3.org/ lässt sich der HTML-Code einer Seite prüfen. Anschließende Anpassungen sind entweder manuell oder per Tool möglich.
  2. Bilder komprimieren
    Kaum etwas frisst so viel Ladezeit, wie unnötig große Webseiten-Bilder. Riesige Original-Fotos in 300 dpi machen für eine Webseite keinen Sinn. Die Bilder sollten in 72 dpi als JPG, PNG oder GIF vorliegen – und das in der benötigten Größe. Im Internet finden sich zahlreiche Tools, mit denen Bilder komprimiert werden können, um entsprechende Ladezeiten einzusparen.Tipps: tinypng & Optimus (WordPress Plugin)
  1. Technischen „Schnickschnack“ gezielt einsetzen
    Flash ist endgültig tot und sollte für das Design einer Webseite nicht mehr benutzt werden. Auch andere technische Finessen, wie etwa Spielereien mit JavaScript oder aufwendig animierte Seiteninhalte sind Gift für die Ladezeit einer Website. Hier gilt der Grundsatz: „Weniger ist mehr!“
  2. HTML5 und CSS3 nutzen
    Moderne und schlanke Internetpräsenzen, die durch responsives Design positiv auffallen, werden heutzutage mit CSS3 und/oder HTML5 umgesetzt. Kreative Templates, die teilweise sogar kostenlos sind, gibt es im Web (z.B. unter https://templated.co/). Auch viele CMS-Templates nutzen Cascading Style Sheets, um ein anspruchsvolles Webdesign zu erzeugen.
  3. Weitere Übeltäter ausfindig machen
    Für die Reduktion von Ladezeiten gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Aspekte. Mit Online-Tools wie oneproseo.com, einer SEO-Suite des diva-e-Unternehmens One Advertising, lassen sich Performance-Killer schnell ausfindig machen. Das Tool listet technische Faktoren, wie Code/Text-Rate, Antwortzeit des Servers und URL-Verzeichnistiefe übersichtlich auf und bietet Lösungsvorschläge zur Verschlankung der Webseite an. So lässt sich die Webpräsenz optimal skalieren – Ladezeiten werden signifikant verringert.

Fazit: SEO-Arbeit zahlt sich aus

Content Management und technische Optimierung sind zwei wesentliche Erfolgsfaktoren für ein Webseitenprojekt. Gerade bei großen Seiten lohnt sich die tägliche SEO-Arbeit. Auf das Wesentliche reduzierte Online-Auftritte bieten nämlich einen deutlichen Mehrwert für den User – Content Marketing kann seine Trümpfe so viel besser ausspielen.

Bei aller Arbeit an Text und Layout sollten Profis aber auch die technischen Aspekte einer Webseite berücksichtigen. Eine sauber programmierte Website rankt nicht nur besser bei den Suchmaschinen, sie sorgt auch für eine verbesserte User-Experience. Schlankere Ladezeiten dank skalierter Webseiten sind suchmaschinenrelevant(er) und helfen dabei, Nutzern ein angenehmes Surferlebnis zu bieten.

Schlussendlich ist die Kombination von Reduktion und Skalierbarkeit der Schlüssel für eine gute Conversion Rate. Mit dieser Kombination wird eine Webseite schlank und rank(t).



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