Content Experience Suite von Searchmetrics im Test: Briefing- und Contenterstellung

Content Experience Suite von Searchmetrics im Test: Briefing- und Contenterstellung

Möchte man heute guten Content produzieren, gibt es dafür etliche Tools. Diese reichen vom klassischen Google Keywordplanner über W-Fragen-Tools bis hin zu WDF*IDF-Analysen. So ist das Erstellen von umfangreichen Briefings oft zeitaufwendig. Das könnte sich ändern. Searchmetrics hat für diese Zwecke eine neue Plattform geschaffen: die Content Experience Suite und unsere Redakteurin Tanja hat sie getestet.

Mithilfe des Tools soll die Briefing-Erstellung deutlich vereinfacht werden. Schritt für Schritt führt die Suite durch alle für den Text bzw. das Thema notwendigen Vorgaben. Das Ziel: Relevante Inhalte finden, die den Nutzer-Erwartungen entsprechen. Auch die anschließende Content-Produktion soll durch eine agile Entwicklungsoberfläche zu bestmöglichen Inhalten führen. Ob’s stimmt?

 

Briefing-Creator – schrittweise zum Online-Briefing

Nach dem Log-in zeigt sich eine übersichtliche Nutzeroberfläche. Meine Kollegen hatten die Suite schon verwendet und so sind bereits erste Projekte vorhanden. Um das Briefing zu erstellen, entscheide ich mich für den Briefing Creator, der mich schrittweise durch die Briefing-Erstellung führt. Als Thema wähle ich das Haupt-Keyword „Lego City“ und gebe die jeweilige URL dazu ein.

 

Keywords: Must-haves und Empfohlene für holistischen Content

Ein dynamisches Diagramm – der sogenannte „Topic Explorer“ – zeigt mir gleich die passenden semantischen Keywords/Themen dazu. An den Farben/Formen erkenne ich, ob es sich zum Beispiel um saisonale, informationelle oder transaktionelle Begriffe handelt.  Je nach Textart sind die Informationen relevant für die Erstellung.

Nun wähle ich die relevanten Themen aus. Klicke ich auf „weiter“, öffnet sich eine Keyword-Ansicht. Die Übersicht ist insgesamt schön gelöst: Hier finde ich die Top50-Keywords, ohne dafür weiter recherchieren zu müssen – darunter die Must-haves und die zusätzlichen Schlüsselwörter. Was es damit auf sich hat? Searchmetrics erklärt die Keywords wie folgt:

  • Must-have-Keywords sind von zentraler Bedeutung für das Thema/die Themen, auf das/die Sie abzielen. Diese Begriffe werden im Content Ihrer Mitbewerber häufig verwendet. Es ist für Sie entscheidend, diese Begriffe in Ihren Content einzubeziehen, um eine gute Leistung in den Suchmaschinen zu erzielen.
  • Zusätzliche Keywords sind nicht von zentraler Bedeutung für das Thema/die Themen, auf das/die Sie abzielen und vielleicht nicht einmal im engsten Sinne relevant. Wenn Sie diese Begriffe jedoch in Ihren Content einbeziehen, kann dies die Einzigartigkeit Ihres Contents erhöhen. Suchmaschinen belohnen Einzigartigkeit. Wenn Sie diese Begriffe einbeziehen, kann Ihnen dies dabei helfen, ein besseres Ranking als Ihre Mitbewerber zu erzielen und in den Augen Ihrer Zielgruppe aus der Menge herauszustechen.
  • Wichtige Keywords sind Begriffe, die viele (aber nicht alle) Ihrer Mitbewerber verwenden. Diese Begriffe stehen im Zusammenhang mit Ihrem Thema/Ihren Themen, sind jedoch von nicht so zentraler Bedeutung wie die Must-Have-Keywords. Beziehen Sie wichtige Keywords ein, um den holistischen Content zu erstellen, nach dem Ihre Zielgruppe sucht.

Ich lege die Keywords fest und klicke auf „weiter“.

Nun lande ich bei den Fragen, stelle aber fest: keine vorhanden – zumindest nicht für das von mir gewählte Thema. Bei anderen Begriffen würden an dieser Stelle typische W-Fragen aus Foren und Antwortportalen erscheinen. Bei Produkten werden auch gern Fragen von Kunden/Interessenten wie von Amazon hinzugezogen.

Einen Klick weiter steht die Analyse unter „Analytics“ an. Hier lassen sich die Keywords auswählen, die man gezielt mit Searchmetrics tracken möchte.

 

Briefing-Details anpassen

Auf der nächsten Seite finde ich schließlich die „Briefing Details“ in der Übersicht. Mein Briefing ist fertiggestellt. Demnach empfiehlt die Content Experience Suite mir eine Wortlänge von 426 Wörtern – gemessen an der durchschnittlichen Wortzahl der Mitbewerber.

Der Abdeckungs-Score der Keywords sollte bei 75 Prozent liegen. Bei Bedarf könnte ich die Prozentzahl anpassen und dem Autor somit vorgeben, wie genau er sich an die Keywords und Länge halten soll. Der Content Score zeigt, wie holistisch der Content insgesamt ist. Er ist abhängig von den verwendeten Keywords und der Länge. Searchmetric erklärt dazu: Je höher der Content Score ist, desto besser ist die Abdeckung des/der jeweiligen Themas/Themen und desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Content in der Suchmaschine erfolgreich ist.

 

Stichtag und Briefing-Details als Kommentar

Weiter unten habe ich die Möglichkeit, einen Stichtag festzulegen und in einem Kommentar wichtige Informationen an die Autoren weiterzugeben. Dazu zählt in unserem Fall u. a. Tonalität, Zielgruppe oder Aufbau des Textes – das kommt natürlich ganz auf den Kunden an.

Praxis-Test: Content-Erstellung mit der Content Experience Suite

So weit, so gut. Das Briefing ist erstellt und die Textproduktion kann somit starten. Ich öffne den Content Editor und kann dort „live“ meinen Text entwickeln. Auf der linken Seite neben dem Texteditor finde ich alle relevanten Keywords sowie die Abdeckung mit selbigen. Klicke ich eines an, sehe ich, wie der Begriff in anderen Texten verwendet wurde. Rechts zu sehen ist u. a. der Content Score und die Wortzahl. Besonders praktisch ist auch, dass hier gleich eine Statistik zur Lesbarkeit des Textes zu sehen ist und ich mit dem „Plagiate Finder“ Duplikate direkt ausschließen kann.

Fazit: Briefing- und Contenterstellung mit der Content Experience Suite

Insgesamt ist die Content Experience Suite übersichtlich. Briefings lassen sich mit den erforderlichen Keywords und W-Fragen schnell und nahezu intuitiv erstellen. Das Tool bietet zudem eine Search- und Content-Datenbank, mit der eine umfassende Recherche nach Themen durchgeführt werden kann. Diese Aspekte machen das Tool auch für Content-Marketing-Einsteiger attraktiv.

Die Texterstellung in dem Online-Editor ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig. Das ist nicht dem Editor an sich geschuldet, sondern vielmehr den sich ständig verändernden Werten der Statistiken auf der linken und rechten Seite. Nach einer kurzen Zeit gewöhnt man sich aber daran und Schreiben ist ablenkungsfrei möglich. Wünschenswert wäre noch eine Duden-Rechtschreibprüfung.

Zu bedenken: Gehen die Texte anschließend noch ans Lektorat, so müsste dieses ebenso in der Suite durchgeführt werden. Andernfalls riskiert man, dass die Werte sich verändern.



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