Typisch Autor – oder eben doch nicht?

Typisch Autor – oder eben doch nicht?

Autoren sind Freigeister, sie sind kreativ und lassen ihren Gedanken und Worten freien Lauf. Dies sind die positiven Assoziationen, die einem häufig zu Autoren einfallen. Auf der anderen Seite sind Autoren aber auch eigensinnig, halten sich ungern an Regeln und Briefings und lassen sich in ihrer Kreativität ungern einschränken. Wir machen Schluss mit den Vermutungen und schauen uns einmal an, was eigentlich hinter den Annahmen steckt.

1. Autoren haben einen stets wiedererkennbaren Stil

Wer viele Texte für den selben Auftraggeber schreibt, der stellt sich auf seinen Arbeitgeber ein und weiß, wie der Content am Ende aussehen soll. Aus diesem Grund ist es auch nicht verwunderlich, dass man bei guten Autoren stets eine gewisse Handschrift erkennt. Nur den wenigsten gelingt es, sich immer wieder neu zu erfinden und nicht in altbekannte Muster zu verfallen. Sicher haben Sie beim Lektorat auch schon häufig gedacht: „Dies kann doch nur aus der Feder von Frau Meier stammen.“ Es muss aber nicht unbedingt etwas Negatives sein. Viel eher zeigt es, dass Sie sich auf Schreiber xy verlassen können. Sie wissen hier, dass Sie einen guten Text bekommen, wenn Sie ihn an einen bestimmten Autor geben. Solange die Muster abwechslungsreich sind und sich nur dezente Formulierungen oder sprachliche Eigenheiten wiederholen, ist ein gleichbleibender Stil kein No-Go. Lediglich dann, wenn jeder Text wie der andere klingt, und sich auch bei sehr unterschiedlichen Themen die immer gleichen Formulierungen finden, handelt es sich eher um einen mittelmäßigen Autor.

2. Autoren halten sich ungern an Briefings

Es ist wohl nicht von der Hand zu weisen, dass Schreiben ein kreativer Prozess ist. Deshalb ist es auch ein immer wieder gern genutztes Vorurteil, dass sich Autoren beim Schreiben von Blogartikeln, Produkt- und Kategorietexten oder Ratgebern nur ungern ins Handwerk pfuschen lassen. Gleich vorweg: Das muss kein Manko sein. Redakteure sind diejenigen, die in der Regel das meiste Schreibgefühl haben und wissen sollten, wie ein Text am Ende sein muss. Dass sie sich dabei selbstverständlich an Briefingvorgaben seitens des Auftraggebers halten müssen, steht außer Frage. Ebenso ist es nicht zu leugnen, dass es an genau jener Stelle manchmal zu Schwierigkeiten kommt. Um zu vermeiden, dass sich Autoren zu stark in ihrem Schreibfluss eingeengt fühlen, können Sie das Briefing mit Ihren Redakteuren zusammen erstellen und absprechen. Etwas Spielraum sollte dem Texter jedoch immer noch bleiben. Zu starre Regeln und vorgegebene Strukturen führen schlussendlich oft dazu, dass sich der Text nicht gut liest. Damit Autor und Auftraggeber am Ende zufrieden sind, sollte man eine gemeinsame Linie finden und Vorgaben mit Kreativität in Einklang bringen.

3. Ob das mit der Deadline so klappt?

Jeder Autor hat sein eigenes Tempo und braucht dementsprechend unterschiedlich lang für einen Artikel. Hinzu kommt, dass Schreiben auch nicht immer gleich gut funktioniert: An einem Tag sprudeln die Ideen nur so aus den Fingern und über die Tastatur entstehen kreative Meisterwerke, die gerne gelesen werden und echten Mehrwert bieten. An anderen Tagen wollen die Worte sich einfach nicht so recht zu gehaltvollen Sätzen im Kopf zusammensetzen lassen. Diese Tatsachen tragen sicher dazu bei, dass die Annahme durchaus etwas Wahres in sich hat, dass sich Autoren nicht immer streng an Deadlines halten. Für die Contentproduktion ist es entscheidend, dass Sie um diese Umstände wissen und den Redakteuren ausreichend Zeit einräumen. Stimmen Sie die Deadlines am besten mit den Autoren zusammen ab. Das erhöht die Verbindlichkeit und Sie werden feststellen, dass es keine generelle Gegebenheit ist, wenn Autoren Deadlines nicht halten.

4. Schreiben kann doch jeder – Schreiben ist ja einfach

Wer sich mit Contenterstellung und Beratung im Contentbereich beschäftigt, stößt schnell auf ein immer wiederkehrendes Vorurteil: „Warum soll ich für die Texte so viel Geld ausgeben – schreiben kann doch jeder!“ Da wird dann oft der gern genommene Praktikant oder Werkstudent genannt, der die Produktbeschreibungen oder Kategorietexte erstellen könnte. In einigen Fällen mag dies auch sicher funktionieren und der Redaktionspraktikant erweist sich als echtes Schreibtalent. In wieder anderen Fällen ist es aber so, dass die Texte am Ende nicht die gewünschte Qualität haben, weil sich um den Umfang, die Inhalte oder das Wording keine Gedanken gemacht wurden. Ein guter Autor geht ganz anders an die Contenterstellung heran. Er setzt sich mit der Textart auseinander, recherchiert über die benötigten Inhalte und kennt Zielgruppen und entsprechendes Wording. Insbesondere bei Ratgebern, eBooks, Whitepapers, Landingpages und Kategorietexten sollten Sie daher stets auf Fachautoren setzen, die ihr Handwerk verstehen. Wenn Sie nur gelegentlich den einen oder anderen Text benötigen und keine engen Deadlines haben, kann sich auch ruhig ein ungeübter Autor an der Aufgabe versuchen – vielleicht entdecken Sie so ein neues Talent.

So kooperieren Sie mit Ihrem Autor Hand in Hand

Es gibt die unterschiedlichsten Vorurteile über Autoren und viele davon lassen sich entweder widerlegen oder ganz einfach umgehen. Beachten Sie für Ihre Contentprojekte, dass Sie sich frühzeitig mit den Redakteuren abstimmen, Timings besprechen und die Briefings gemeinsam erstellen. So lassen sich einige Herausforderungen lösen, bevor sie überhaupt entstehen. Das Ergebnis: Sie dürfen sich zeitnah auf gute Texte freuen, die genau Ihren Vorgaben und Vorstellungen entsprechen – und die Texter sind bei ihrer Arbeit auch noch zufrieden.

Alexandra kümmert sich bei uns nun schon über 3 Jahre als Editorial Managerin um die Bestandskunden und Contentprojekte. Vorher hat sie 4 Jahre als Autorin gearbeitet und ist somit den unterschiedlichsten Textsorten und Anforderungen an Content vertraut. In Ihrer Freizeit schaut sie gerne Sport und geht immer gerne auf die Suche nach einem neuen leckeren Wein :-).



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