Trend Voice Search: So optimieren Sie Ihren Content für die Sprachsuche

Trend Voice Search: So optimieren Sie Ihren Content für die Sprachsuche

„Ok Google, wie wird das Wetter morgen?“ „Pack vorsichtshalber eine Sonnenbrille ein, es könnte sonnig werden…“ Wir alle kennen die Werbespots, in denen Alexa, Cortana und Co. als praktische Helferlein im Alltag präsentiert werden. Sie möchten, dass die cleveren Suchassistenten Nutzern zukünftig Ihre Inhalte präsentieren? Dann sollten Sie Ihr Inhalte auf ganz spezielle Aspekte hin optimieren.

Was ist Voice Search?

Unter Voice Search versteht man Suchanfragen, bei denen der Suchbefehl rein verbal an die Suchmaschine übermittelt und dort direkt in eine Suchanfrage umgewandelt wird. Es wird komplett auf die Eingabe von Text über Bedienfelder verzichtet. Suchanfragen, bei denen der Suchbegriff zwar mit dem Sprachassistenten aufgenommen wird, der Nutzer diesen aber bearbeiten kann, bevor er ihn abschickt, fallen nicht in die Kategorie Voice Search.

 

Wer braucht das überhaupt?

Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Brauchen wir wirklich Voice Search, oder ist das einfach nur eine unnötige Spielerei von Nerds aus dem Silicon Valley? Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheinen mag, ist Voice Search ein großartiges Mittel, um noch mehr Menschen einen einfacheren Zugang zu Suchmaschinen zu ermöglichen – und denen, die schon fleißig suchen, ihren Alltag zu erleichtern.

Hat man sich erst einmal an das ungewohnte Zwiegespräch mit dem Smartphone, der Fernbedienung oder dem PC gewöhnt, ist die Hemmschwelle, eine Suchanfrage zu starten, schnell niedriger. Im Winter müssen nicht extra „Smartphone-Handschuhe“ gekauft werden, im Sommer blendet die Sonne beim Tippen auf de Display nicht. Wer kocht und schnell nachschauen möchte, wie der nächste Schritt lautet, hält seinen Screen sauber. Und Menschen, die beispielsweise aufgrund motorischer Einschränkungen oder Sehbeschwerden selten auf das Smartphone zurückgreifen, wird hier eine ganz neue Welt geboten.

 

Welche Grenzen hat Voice Search?

Bisher lassen sich beispielsweise mit dem Google Assistenten Suchanfragen starten, doch einzelne Suchergebnisse auswählen kann man noch nicht. Stattdessen wird dem Nutzer im besten Fall das Featured Snippet vorgelesen, spätestens danach aber muss der User das Gerät in die Hand nehmen, um beispielsweise auf einen Link zu klicken. Und ein Problem besteht bei allen Sprache-zu-Text-Assistenten: Sie kennen einfach nicht alle Worte, die wir kennen. Oder aber sie verstehen uns nicht, beispielsweise wenn wir uns in einer lauteren Umgebung befinden. Außerdem ist Sprachsuche immer auch etwas öffentlicher als ein schnell getippter Suchbegriff – schließlich hören alle Menschen in einem gewissen Umkreis, wonach man gerade sucht.

 

Welche Suchanfragen gibt es über Voice Search?

Einer Google-Studie nach starten bereits 55 % aller Jugendlichen und immerhin 41 % aller Erwachsenen täglich mindestens eine Suchanfrage über Voice Search. Diese Studie zeigt allerdings auch, dass 57 % aller jugendlichen Nutzer Voice Search in Anwesenheit ihrer Freunde nutzen – im Gegenzug zu nur 24 % aller erwachsenen Befragten. Auch bei der Art der Suchanfrage gibt es klare Unterschiede. Während sich Schüler bei ihren Hausaufgaben helfen lassen, ziehen ältere Nutzer die Voice Search vor allem beim Kochen oder Fernsehen vor.

Hier zeigt sich schon: Im Fokus stehen oft informationale Suchen, auch wenn Assistenten wie Amazons Alexa immer häufiger für Spontankäufe genutzt werden. Dennoch geschieht dies immer noch in einem kleineren Rahmen: Laut dem Edison Research Smart Audio Report haben lediglich 22 % aller Befragten den Sprachassistenten schon für einen Einkauf genutzt.

 

Anhand von Voice Search Anfragen wird die Suchintention sehr viel deutlicher, als es bei getippten Suchanfragen der Fall ist. Während hier beispielsweise nur nach „Smartphone reparieren“ gesucht wird, fragt ein Voice Search User den Sprachassistenten eher „Wo kann ich mein Smartphone reparieren lassen?“.

 

Unsere 4 Tipps, wie Sie Ihre Inhalte auf Voice Search optimieren

Voice Search spielt also mehr und mehr eine Rolle im Nutzungsverhalten der Menschen. Daher haben wir für Sie 4 kurze Tipps zusammengestellt, mit deren Hilfe Sie Ihre Inhalte so optimieren können, dass Sprachassistenten wie Google Home Ihren Content verstärkt berücksichtigen – und natürlich ausspielen.

 

Das Zauberwort lautet: Featured Snippet!

Wie schon eingangs erwähnt, lässt sich durch den Sprachassistenten weder eine Webseite auswählen und navigieren, noch liest dieser Webseiteninhalte vor. Um bei Voice-Search-Ergebnissen also ganz oben mitzuspielen, gibt es aktuell nur eine Möglichkeit: das Featured Snippet.

 

In einer Anfang diesen Jahres von Backlinko durchgeführten Studie wurden 10.000 Sprachsuchanfragen am Google Home getestet und analysiert. Hierbei fand man heraus, dass Googles Sprachassistent zu 40,7 % Features Snippets als Antwort auf eine Voice Search vorgelesen hat. In einem Blogartikel spricht Google selbst davon, wie wichtig Featured Snippets in Verbindung mit Voice Search sind.

 

Features Snippets werden von Google mit Inhalten einer Webseite generiert, die als besonders hilfreich in Bezug auf eine Suchanfrage gesehen werden. Wer hier landet, bestimmt Google allerdings allein:

„Google stellt programmatisch fest, ob sich auf einer Seite eine mögliche Antwort befindet, und blendet das Ergebnis als hervorgehobenes Snippet ein.“ (Quelle)

Um die eigenen Inhalte im Featured Snippet zu platzieren, sind jedoch einige SEO-Kniffe ratsam, die Google signalisieren, wie hilfreich der Content bezüglich einer bestimmten Suchanfrage ist:

 

  • W-Fragen

Da Suchanfragen via Voice Search meist als W-Fragen formuliert werden, sollten die wichtigsten Fragen zu einem Thema so im Text beantwortet werden, dass sie dieser Frage eindeutig zuordbar sind – beispielsweise, indem die W-Frage als Überschrift gewählt wird. Für die W-Fragen-Recherche gibt es nützliche kostenfreie Tools wie AnswerThePublic oder Hypersuggest.

 

  • Textstruktur und Strukturelemente

Wie auch beim „klassischen“ SEO-Text bevorzugt Google Content, der numerisch, tabellarisch oder als Liste formatiert ist. Deshalb gern auf Listenformate zurückgreifen, bei denen Zwischenüberschriften oder Tabellenbenennung dafür sorgen, dass Google genau weiß, was in dieser Tabelle steht.

 

Weitere Tipps, wie Sie Ihre Inhalte auf Features Snippets optimieren, finden Sie in unseren Beitrag „Postition 0: Content auf Featured Snippet optimieren“.

 

Page Speed

Auch Page Speed scheint ein wesentlicher Faktor zu sein: Ein durchschnittliches Suchergebnis von Voice Search lädt innerhalb von 4,6 Sekunden (und damit 52 % schneller als andere Suchanfragen; laut Backlinko-Studie). Nutzer, die quasi eine Unterhaltung mit dem Endgerät beginnen, erwarten schließlich eine schnelle Reaktion des Geräts. Das bedeutet im Umkehrschluss: Lange Ladezeiten wirken sich nachteilig auf das Ranking aus. Seiten, die die AMP-Technologie nutzen, werden hier höchst wahrscheinlich bevorzugt.

 

Präzise und leicht verständlich – auch für Google

Was wir oft vergessen: Google arbeitet mit einem Algorithmus. Der ist zwar schon ziemlich clever, aber dennoch gezielt auf der Suche nach klaren Antworten. Content, der sehr verschachtelt aufgebaut ist, keine Struktur oder wenige Zwischenüberschriften hat, versteht Google nicht oder schenkt solchen Inhalten zumindest kaum Beachtung. Das fängt schon bei der Satzlänge und dem Textniveau an: Die Backlinko-Studie zeigt auf, dass die Suchergebnisse von Voice Search lediglich 29 Wort lang sind und dem Sprachniveau eines Neuntklässlers entsprechen. Wer allerdings denkt, ein kurzer Textblock pro Seite katapultiert ihn direkt auf Position 0, hat sich vertan: Durchschnittlich sind die Inhalte der Webseiten, deren Suchergebnisse Google für Voice-Search-Anfragen ausspielt, ca. 2.312 Wort lang.

 

Longtail-Keywords

Da das Suchverhalten via Voice Search ein anderes ist, sollte auch die Keyword-Optimierung entsprechend angepasst werden. Statt Shorttail-Keywords sollte der Fokus also auf Longtail-Keywords liegen. Diese entsprechen weitaus häufiger den Suchanfragen über Voice Search und sorgen so für besonders passende Suchergebnisse. Aus sonst kurzen und knappen Suchanfragen werden zusammenhängende Keyword-Kombinationen aus mehreren Begriffen und ganze Sätze bzw. Fragen. Da ihre Integration in Content teilweise ziemlich knifflig ist, sollte diese Aufgabe bei besonders geschulten Redakteuren liegen. Auch die Keyword-Recherchen sollten entsprechend ausführlicher durchgeführt werden.

 

Lesley-Ann ist als Redakteurin im Editorial Management für Texterstellung, Qualitätssicherung und Kommunikation mit Freiberuflern bei diva-e verantwortlich. Besonders am Herzen liegt ihr außerdem das Thema „Automatisierte Texterstellung“. Auch privat interessiert sich Lesley-Ann für Sprache – vor allem Fremdsprachen wie Französisch – und versucht sich am Schlagzeug spielen.



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