Recap: Online Marketing Tag 2018 in Wiesbaden

Recap: Online Marketing Tag 2018 in Wiesbaden

Am 07.09.2018 fand in Wiesbaden der vierte Online Marketing Tag statt. Wir waren als Teilnehmer und Speaker dabei – hier lest ihr, welche Eindrücke wir beim „Klassentreffen“ gewinnen konnten und geben euch einen kleinen Überblick über die Vorträge.

So verlief der OMT 2018

Mario Jung startete den Tag mit einer kurzen Begrüßung und erklärte die Spielregeln für den OMT 2018, der dieses Jahr bereits in die vierte Runde ging. Über den Facebook Messenger wurden wir über alles Wichtige zur Konferenz inklusive Timetable auf dem Laufenden gehalten. Uns erwartete an diesem Tag eine bunte Mischung an Vorträgen – von SEO über Social Media und Content Marketing bis hin zur psychologischen Wirkung von Marketing.

 

Stefan Czysch – SEO mit kostenlosen Tools

Stephan Czysch, dessen Name sich viel leichter aussprechen als schreiben lässt, begann die Vortragsreihe mit seinen Tipps zu kostenlosen SEO-Tools. Er zeigte hilfreiche Beispiele für die Onpage-Optimierung, Wettbewerbsanalyse, Offpage-SEO und Webmaster-Tools. Vor allem Google selbst, stellt mit den Klassikern wie der „Google Search Console“ oder dem „Mobile Friendly Test“ mächtige Werkzeuge zur Verfügung.

Hier unsere Übersicht über die wichtigsten Tools:

  • Google Search Console
  • Screaming Frog à nur bis 500 Unterseiten kostenlos, die Investition danach lohnt sich aber
  • Ubersugget à zeigt Keywords inklusive Suchvolumen an
  • Answerthepublic
  • Google my Business
  • Sistrix SERP Generator
  • Similarweb
  • Browserplugins

 

Die Präsentation von Stephan Czysch und alle von ihm empfohlenen Tools gibt es hier.

 

Sarah Weitnauer – Hot Shit der Psychologie für deine Website!

Weiter ging es für uns dann mit Sarah Weitnauer. Ihr Vortrag „Hot Shit der Psychologie für Deine Website!“ entführte uns in die Psychologie. Am lebenden Beispiel mussten wir erkennen, dass wir, trotz der Bewusstheit in einem Vortrag über Beeinflussung zu sitzen, uns dieser nicht entziehen konnten.

Wussten Sie, dass Studien belegen, dass man nach Autobahnschildern mit der Aufschrift „Rasen tötet“ schneller fährt? Laut Weitnauer machen diese Schilder die eigene Sterblichkeit bewusst. Und bevor das Ende naht, will man natürlich noch einmal Spaß haben. Was das mit Online Marketing zu tun hat? Je nachdem wie Sie den User über eine Webseite lenken, welche Bilder Sie einsetzen oder Ihren Domainnamen wählen – der User wird von all diesen Details beeinflusst. Über die Folgen sind wir uns als Marketer oftmals nicht bewusst oder glauben nur sie zu kennen.

  • Beispielsweise bringt unstrukturierte Anordnung von Content den User möglicherweise dazu auf eine unsaubere Arbeitsweise zu schließen.
  • Verschwommene Bilder? Wird da vielleicht gepfuscht – das könnte unseriös sein!
  • Schriftarten, Farben und auch der Name der Domain, all das beeinflusst den User mehr als uns bekannt ist.

 

 

Sven Deutschländer – 11 Google Analytics Berichte, die jeder Online-Marketer richtig spannend findet

Sven Deutschländer impfte uns in seinem Vortrag „11 Google Analytics Berichte, die jeder Online-Marketer richtig spannend findet“ ein: Besucher zählen ist nicht genug!

Er berichtete, dass viele die von Google Analytics bereitgestellten Daten nur oberflächlich betrachten, ohne diese Zahlen zu hinterfragen, die zu kombinieren und Schlüsse daraus zu ziehen. Er hielt ein Credo für die „sekundäre Dimension“ in Google Analytics. Die meisten Online-Marketer nutzen Kennzahlen der primären Dimension täglich (Impressions, Verweildauer, Bounce-Rate, etc.). Für Sven erzählen diese Daten allerdings nur die halbe Geschichte. Das Hinzufügen einer sekundären Dimension ermöglicht es diese Daten auf konkretere Nutzergruppen herunterzubrechen, um so zu erfahren, wer der Besucher überhaupt ist.

An einem Beispiel macht er deutlich, warum nicht jede Impression wichtig ist. Er berichtet von einem deutschen Gutscheinportal, das lange Zeit die simplen Besucherzahlen als zentrale Kennzahl für sich definierte. Dabei fiel auf, dass viele Nutzer die Seite aus den USA besuchen. Was schnell als Spam, gegen den man vorgehen sollte, abgetan wurde, war in Wirklichkeit ein ungenutztes Potenzial: Durch eine hinterlegte zweite Dimension konnte das Portal dann herausfinden, dass die Zielseite der User immer eine Seite für Gutscheincodes für Blumenhändler war – die einzelnen Conversion-Rates waren außergewöhnlich hoch. US-Amerikaner kaufen fast nur mit Gutscheincodes online ein. Offensichtlich handelte es sich bei diesen Besuchern vor allem um ausgewanderte Deutsche, die aus den USA mit einem Gutscheincode Blumen in Deutschland zum Beispiel zum Muttertag verschicken wollten. Entsprechend konnte das Portal für genau diese wirtschaftlich hoch relevante Zielgruppe Anzeigen schalten.

 

Svens gesamten Vortrag gibt es hier als Download.

 

Neele Hehemann – „Was soll ich nur posten?“ – Selbsthilfe bei leerem Kopf

Neele Hehemann brachte uns dann kurz vor der Mittagspause näher, was man bei einem leeren Kopf tun kann: „Was soll ich nur posten?“ – Selbsthilfe bei leerem Kopf“. Natürlich helfe auch eine Stunde Trampolin springen oder das Hütchen-Spiel, um an kreative Ideen zu kommen, da sei aber nicht immer die Zeit für 😉 Ihr Tipp: Zuerst überlegen, was das Schlimmste wäre, das man posten könnte. Das sollte man festlegen und sich auch im nächsten Kreativitäts-Loch immer daran halten!

 

Normalerweise verläuft der Prozess der Themenfindung so:

  1. Marketing-Ziel
  2. Welche Funktionen braucht der Post um zielführend zu sein
  3. Format des Inhalts
  4. Anreiz für die Zielgruppe

Hier den Prozess einfach mal andersherum aufzuziehen oder an einer anderen Stelle einzusteigen, kann zu neuen Ideen führen.

 

Tipps für Formate, wenn die Zeit knapp ist, gab sie uns auch noch mit:

  • Praktische Content-Formate, wenn es mal schnell gehen muss: Inhalte von anderen kuratieren, Sprüche, Vergleiche
  • Praktische Content-Formate, für den Fall, dass es sehr schnell gehen soll: Abstimmung, Memes, aktuelle Anlässe
  • Wenn es jetzt sein muss: Den Spieß umdrehen und den Usern Fragen stellen: Was wolltet ihr von uns schon immer wissen etc.

Praktische Tools für die Ideenfindung:

  • Google Alert
  • BuzzSumo
  • Pinterest als Inspirationsquelle
  • W-Fragen-Tools (answerthepublic, hypersuggest,…)

 

Philip Voß – Kunden führen und gewinnen: Content entlang der Customer Journey

Unser persönliches Highlight war der Vortrag unseres Kollegen Philip Voß, der aufzeigte, wie man mit den richtigen Inhalten den User führen sollte, um aus ihm einen Kunden zu machen. Sein Thema: „Kunden führen und gewinnen: Content entlang der Customer Journey

 

Philip stellte die fünf Phasen der Customer Journey vor und machte uns noch einmal bewusst, dass man ein gutes Verständnis für die User und ihren Weg zur eigenen Webseite haben muss. Entlang der Customer Journey ergibt sich eine Vielzahl von Touchpoints, die User steigen an unterschiedlichen Touchpoints ein. Guter und hochwertiger Content hilft dabei, den User dort zu erreichen.

 

Da Content selten dynamisch ist, gibt es häufig nur die eine Möglichkeit, um den Nutzer zu überzeugen. Deshalb ist es umso wichtiger, den Nutzer und seine Bedürfnisse zu kennen. Philip empfiehlt viel Zeit in die Entwicklung von Personas zu stecken und vorliegend Daten sauber auszuwerten. Erstellte Personas müssen unbedingt priorisiert werden – je nachdem wie wirtschaftlich bedeutsam eine Persona ist, sollte auch der Content vorwiegend an ihr ausgerichtet sein.

 

Anhand eines fiktiven Beispiels zeigte er, wie die Customer Journey, die durchschnittlich zwischen 30 und 90 Tagen dauert, einer Persona aussehen könnte.

Philips Präsentation finden Sie hier.

 

Weitere Recaps vom OMT 2018:

Theresa sorgt seit 2015 bei diva-e Textprovider für zufriedene Kunden. Ob der perfekte Projektplan oder die fachliche Beratung zu Content-Marketing-Themen – in ihrer Rolle als Projektmanagerin ist sie die Schnittstelle zwischen intern und extern. In ihrer Freizeit treibt sie gerne Sport und feuert als Wahl-Dortmunderin natürlich auch den BVB lautstark an.



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