Kosten-Umsatz-Relation: Ist Ihr Content effektiv?

Kosten-Umsatz-Relation: Ist Ihr Content effektiv?

Webseiten-Content ist ein entscheidender Erfolgsfaktor eines jeden Online-Business – ganz gleich ob, Shop, Magazin oder Dienstleister. Deshalb ist es wichtig, in relevanten Content zu investieren. Das kostet nicht nur Zeit, sondern bei entsprechender Qualität auch Geld. Denn wie so oft im Leben lautet die Maxime: Wer billig kauft, kauft doppelt.

Worst Case: Passen die Inhalte nicht zur Seite, sind sie nicht unique oder einfach nicht richtig optimiert, ist das bisher ausgegebene Budget weg. Zurück bleiben dann eine Menge Texte, Infografiken und traurigen Statistiken –die Content-Suche und –Produktion startet wieder bei 0. Denn Umschreiben oder sonstige Anpassungen verlaufen oft im Sande oder kosten am Ende mehr, als eine Neuerstellung.

Deshalb sollte an der möglichst crossmedialen und umfassenden Content Strategie auch nicht gespart werden. Das sagt sich so leicht dahin – doch häufig müssen erst einmal Vorgesetzte, Geschäftsführer und Partner davon überzeugt werden, wie sinnvoll Kategorietexte und Investitionen in virale Inhalte wirklich sind. Was hilft hier eigentlich immer? Ganz genau – Zahlen! Denn die richtigen Inhalte bringen durchaus messbaren Erfolg, wenn man denn weiß, wo man das Maßband anlegen muss. Das Zauberwort lautet hier KPI – Key Performance Indicator (Leistungskennzahl).

Anhand dieser Kennzahlen kann die Effektivität eines Vorgangs oder der Erfolgsgrad eines Projektes gemessen und veranschaulicht werden. Ein Beispiel für eine solche Leistungskennzahl ist die Kosten-Umsatz-Relation (KUR). Der Name ist hier Programm: Es wird berechnet, wie viel Prozent des Umsatzes für eine Werbemaßnahme eingesetzt wurden und ob sich diese Investition gelohnt hat. Bevor es hier zur magischen Zauberformel geht, müssen zunächst ein paar grundlegende Fragen beantwortet werden.

Umsatz durch Content: Wie geht das denn?

Die richtigen Webseiteninhalte steigern Ihre Konversionen nachweislich: Gute Inhalte locken User auf Ihre Seite, richtig gute Inhalte nageln sie dort fest. Rundum informierte und beratene User suchen dann auch nicht weiter, sondern kaufen auch gleich dort, wo sie sich gut aufgehoben fühlen: Im besten Falle also bei Ihnen. Auch nicht organischer Traffic durch Werbemaßnahmen wie AdWords wird durch den passenden Content nachhaltig beeinflusst. Diese Konversionssteigerung durch guten Content zu messen ist die Aufgabe verschiedener KPIs, wie der KUR – so kann dem Content sogar ein Teil des Umsatzes zugeschrieben werden. Denn der zusätzliche Traffic, der durch den neuen Content geschaffen wird, sorgt schließlich auch für Umsatz. So können beispielsweise Kennzahlen vor und nach dem Einstellen des neuen Contents verglichen werden und so auch Rückschlüsse auf die Effektivität der Inhalte gezogen werden.

So weit die schöne Theorie – aber funktioniert das denn wirklich? Ja, und genau das zeigt uns die Kosten-Umsatz-Relation.

So funktioniert die Kosten-Umsatz-Relation

Um das Verhältnis zwischen gekauftem Content und dem erwirtschafteten Umsatz zu ermitteln, müssen zunächst einige Faktoren im Vorfeld analysiert werden. Ganz wichtig: Welche Kosten sollten für Content veranschlagt werden? Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Sie können den gesamten Content Ihrer Seite global betrachten und mit Ihrem gesamten Online-Umsatz vergleichen. In diesem Falle addieren Sie alle Kosten für Content. Hierzu gehören:

  • gekaufte Texte
  • Bilder
  • eBooks
  • Konzeption
  • Einpflege und
  • Seeding

dieser Inhalte. Sollen einzelne Inhalte auf ihre Wirtschaftlichkeit hin untersucht werden, ist dies aber ebenfalls möglich. Sie möchten wissen, wie sich die Erstellung von Produktbeschreibung A auf den Umsatz durch den Verkauf von Schuh B ausgewirkt hat? In diesem Fall setzen Sie die Kosten von A in Relation zum Umsatz von B.

Diese kleine Formel hilft:

(Kosten x 100)/Umsatz=KUR in %

Das Ergebnis stellt dann den prozentualen Anteil der Kosten für Ihre Werbemaßnahmen am Umsatz dar. So wird durch eine Ziffer erkennbar, wie sehr sich die Investition in den Content gelohnt hat. Und welcher Wert ist erstrebenswert? So niedrig wie möglich sollte er sein – doch gerade zu Beginn sieht das nicht ganz so rosig aus. Deshalb lohnt sich eine längerfristige Betrachtung. So können Sie verfolgen, wie der Wert immer weiter sinkt – bis er im besten Falle dann bei 0 angekommen ist.

Wie jede theoretische Rechnung hat aber auch die KUR einige Schwachstellen: Wird mit einem gesamten Wert gerechnet, ist die Effektivität einzelner Formate schwer erkennbar. Da muss für jedes einzelne Format eine eigene Rechnung aufgestellt werden und das kann schnell aufwendig werden, gerade bei einem monatlichen Reporting. Auch muss im Vorhinein beschlossen werden, welche Umsätze mit welchem Content in Verbindung gebracht werden.

Tipp: Praktische Online Tools helfen auch weniger begabten Mathematikern.



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