Der perfekte Ratgeber – und wie er gelingt!

Der perfekte Ratgeber – und wie er gelingt!

Guter Rat ist teuer? Muss nicht sein: Mit dem richtigen Briefing und etwas konzeptioneller Vorarbeit schreiben sich Ihre Ratgeber zukünftig fast von allein. Wie Sie die richtige Zielgruppe identifizieren, welche Form sich besonders anbietet und wo der Text am Ende landen sollte, erklären wir Ihnen hier.

Worauf sollte ich bei der Ratgeber-Erstellung achten?

Um den perfekten Ratgeber zu erstellen, müssen Sie den Rat nicht neu erfinden. Dass ein Ratgeber dennoch sorgfältig geplant werden sollte, versteht sich allerdings auch von selbst. Wer also vor hat, zukünftig ratgebende Inhalte in einem extra Webseitenbereich, im Kundenmagazin oder dem Online Shop zu platzieren, sollte sich zu den folgenden Aspekten auf jeden Fall Gedanken machen!

Konzeption, Konzeption, Konzeption!

Schon bevor es überhaupt an die Texterstellung geht, sollten Sie sich Gedanken zu möglichen Themen machen, die Ihre Zielgruppe interessieren. Diese sollten allerdings einen thematischen Bezug zu Ihrem Unternehmen haben! Schließlich bringt es Ihnen wenig, wenn Sie als Schornsteinfeger einen herausragenden Ratgeber-Bereich zum Thema „Angorakatzen züchten und pflegen“ auf Ihrer Unternehmenswebseite vorweisen können. Suchen Sie deshalb im Vorfeld gezielt nach Themen, die Ihre Kunden interessieren und  zu denen Sie auch als Experte wahrgenommen werden möchten.

Entwickelte Ideen sollten Sie immer auf SEO-Relevanz gegenprüfen: Lassen sich zu bestimmten Themen auch sinnvolle Keywords identifizieren, die ein ausreichend hohes Suchvolumen aufweisen? Und zu welchen Inhalten möchten sich die Nutzer informieren? Am einfachsten findet man das über die gestellten Fragen heraus: Mit hilfreichen Tools lassen sich zu bestimmten Themen W-Fragen recherchieren. Diese helfen Ihnen sowohl bei der Themenrecherche als auch beim Entwickeln der konkreten Textstruktur Ihrer Ratgeber. Häufig gestellte Fragen sind ideale Zwischenüberschriften und werden vom Leser unmittelbar wahrgenommen.

Wer liest hier eigentlich?

Frau hält Zettel mit Fragezeichen vor Gesicht

Die Themen stehen (zumindest grob) fest? Prima! Aber für wen erstellen Sie die Texte überhaupt ? Eine Frage, die sich nach wie vor zu wenige Unternehmen stellen, bevor Sie die Erstellung von Inhalten beauftragen – ganz gleich, ob diese intern oder extern getextet werden. Gerade bei Ratgeber-Inhalten ist das allerdings fatal: Die Texte sind besonders lang, enthalten jede Menge Fachwissen und sollen den Leser auch noch von Ihrem Unternehmen überzeugen. Das klappt nur, wenn der Leser dann auch gezielt angesprochen wird. Fragen Sie sich deshalb: Wer liest meine Texte? Sind das Fachleute, wie gerade im B2B-Bereich, denen Sie Themen nicht von Grund auf erklären müssen? Oder doch absolute Laien, die eher eine oberflächliche Grundinformation benötigen, und denen Sie dann weiterführende Informationen an die Hand geben? Welches Alter haben Ihre Leser? Welche Vorbildung ist vermutlich vorhanden und welche Berufe üben sie aus? Legen Sie hier ganz konkrete Personas an. Kleiner Refresh gefällig? Unser Blogbeitrag hilft Ihnen dabei.

So unterscheiden sich Laien und Experten bei Ratgeber-Texten:

Experte Laie
Inhalt Hohes Niveau, da auf einen höheren Wissensstand aufgebaut wird, Einleitung kann sehr knapp ausfallen Eher basale Kenntnisse, langsame Hinführung zum Thema, Anknüpfen an allgemein bekanntem Sachverhalt/Thema
Sprache Fachausdrücke ohne Erklärung Keine Fachausdrücke, wenn unumgänglich, dann erklären
Form Strukturierter Fließtext, auflockernde Elemente als Bonus Wissensboxen, Glossar, Zusammenfassungen, Grafiken, um das Thema verständlich zu vermitteln

Formvollendet: So sollte Ihr Artikel aussehen

Text ist nicht gleich Text – so viel sollte klar sein. Aber wie baut man eigentlich einen richtig guten Ratgeberartikel auf? Ganz wichtig: Struktur! Ein Ratgebertext kann schnell 2.000 Wort lang werden. Damit der Leser nicht schneller wieder weg ist, als Sie „Zwischenüberschriften“ sagen können, bauen Sie diese lieber gleich zu Beginn ein. Bei längeren Texten bieten sich auch Sprungmarken und ein kleines Inhaltsverzeichnis zu Beginn des Textes an. Denken Sie auch an eine Hierarchisierung der Überschriften!

Ist erst einmal eine Grundstruktur gegeben, kommt dann das nächste Level: Strukturelemente. Darunter versteht man in diesem Kontext

  • Bulletpoints,
  • Info-Kästen,
  • Checklisten,
  • Grafiken,
  • Zitate,
  • Fettungen…

Eben alles, woran das Auge beim Überfliegen hängen bleibt. Diese Elemente sind erwiesenermaßen visuelle Ankerpunkte, die den Text „verkürzen“ und so zugänglicher machen. Stichwort: Snackable Content.

 

Gerade bei längeren Texten sorgt ein kleines Fazit am Textende nochmal für den richtigen Durchblick. Dieses kann einfach als Fließtext präsentiert werden, aber auch Key-Take-aways als Bulletpoints oder eine kleine Grafik sind nicht nur visuell ein schöner Textabschluss, sondern sorgen beim Leser auch dafür, dass der Text in seiner Gesamtheit im Gedächtnis bleibt. Vorbildlich ist in diesem Falle auch eine Zusammenfassung zum Download, die schnell geteilt werden kann. Oder eine Aufbereitung der Inhalte in einer anderen Form: Wie wäre es, an den Umzugs-Ratgeber noch eine kleine Umzugs-Checkliste anzuhängen?

Der Ratgeber bietet auf jeden Fall spannende Möglichkeiten, formattechnisch kreativ zu werden!

Und wie kommen Ihre Leser nun an den Text ran?

Dass Sie Ihren neuen 3.000 Wort langen Ratgebertext zum Thema „Holzböden richtig versiegeln“ nicht in seiner kompletten Länge in einen Facebook-Post kopieren sollten, ist Ihnen (hoffentlich!) klar. Ratgebertexte gehören idealerweise in einen gesonderten Bereich auf Ihrer Webseite – ein eigens eingerichteter Ratgeberbereich oder Ihr Online Shop.

Mit Rat und Tat an richtiger Stelle

Wichtig ist, Ratgeber-Inhalte von einem Blog zu trennen, weil die beiden Bereiche und ihre Inhalte unterschiedliche Ziele verfolgen: Im Ratgeberbereich behandelte Themen sind eher zeitlose, „stehende“ Inhalte. Der Traffic kommt hauptsächlich organisch über die Suchmaschine. Der User findet hier die Antwort auf eine konkrete Frage, die er vermutlich zunächst über Google und Co. gestellt hat. Ein Blog hingegen präsentiert aktuelle Trends, Entwicklungen und Neuigkeiten, denen der Leser im Idealfall längerfristig folgt. Es geht hierbei vielmehr um Kundenbindung.

Haben Sie die Fragen des Lesers zufriedenstellend beantwortet und ihm signalisiert, dass er solche hilfreichen Artikel bei Ihnen en masse findet (klassischerweise durch „Das könnte Sie auch interessieren…“ gelöst), kann es gut sein, dass er zukünftig bevorzugt auf Ihren Ratgeberbereich zurückgreift, wenn die nächste Frage ansteht.

Abgesehen davon sollte ein solcher Text gebührend gestreut und genutzt werden, damit er nicht in der hintersten Ecke Ihres Ratgeberbereichs Staub fängt. Deshalb sollten einerseits Posts auf Ihren Social Media Kanälen einen Link zum Ratgeber-Artikel bieten. Diese dürfen gern eine sehr kurze Zusammenfassung zum Thema enthalten, oder auch nur provokante Fragen enthalten, die zum Klicken animieren (auch hier gilt wieder: „An wen richten Sie sich?“). Zusätzlich dazu können Sie beispielsweise einen Blogbeitrag zum Thema verfassen, der dann auf Ihren Ratgeberbereich verlinkt.

 

 

Ratgeber sind definitiv ein erfolgsversprechendes Format, das Ihrem Content Marketing einen ordentlichen Push verleiht – wenn sie denn ordentlich gemacht sind. Achten Sie bei der Erstellung vor allem auf:

  • Relevanz: Ist Ihr Thema für Ihre Zielgruppe wichtig?
  • Expertise: Haben wir überhaupt genug Ahnung von diesem Thema, um einen ordentlichen Artikel zu erstellen?
  • Form: Wie bereite ich dieses fachliche Thema so auf, dass der Leser sich tatsächlich 3.000 Wort zu diesem Thema durchliest?

Dieser Artikel wäre natürlich kein guter Ratgeber zum Thema Ratgeber, wenn er nicht auch noch ein kleines Highlight am Textende bieten würde!

 

Deshalb haben wir Ihnen hier ein Mini-Briefing für die Erstellung Ihres nächsten Ratgeber-Textes beigefügt, das Sie gern nutzen und entsprechend Ihres Vorhabens individualisieren können.

 

Texterstellung von Ratgeber-Texten

Zielgruppe

Die Texte werden für Menschen erstellt, die   nichts  /  wenig  /  durchschnittlich viel  /  sehr viel   zu diesem Thema wissen.

Thema

Das Thema lautet   X  , folgende Unterbereiche sollen ebenfalls angeschnitten werden:   A  ,   B  ,   C  .

Tonalität/Stil

Dem Thema entsprechend sollen die Texte   locker  /  seriös  /  emotional  /  ernst   formuliert werden.

Auf Fachausdrücke   wird großer Wert gelegt  /  soll verzichtet werden. 

/  Fachausdrücke sollen verwendet und   in einem kleinen Glossar  /   im Fließtext   erklärt werden.

 

 

Lesley-Ann ist als Redakteurin im Editorial Management für Texterstellung, Qualitätssicherung und Kommunikation mit Freiberuflern bei diva-e verantwortlich. Besonders am Herzen liegt ihr außerdem das Thema „Automatisierte Texterstellung“. Auch privat interessiert sich Lesley-Ann für Sprache – vor allem Fremdsprachen wie Französisch – und versucht sich am Schlagzeug spielen.



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